Dienstag, 5. Januar 2021

Vielleicht geht sich heute die Sonne aus ...

Gestern blieb es den ganzen Tag trüb und die Temperatur durchgehend leicht im Minus.
Jetzt in der Früh scheint die Nebeldecke bei -3,6° deutlich dünner zu sein.
Auf den Bergen (1400 m) hat es -4°.
Der See hat 3,5°.
 
Heute stehen die Chancen deutlich besser, dass sich die Sonne durchsetzt. Im Flachland draußen bleibt es sicher wieder nebelig-trüb. Mit Sonnenschein steigt die Temperatur knapp ins Plus, ohne bleibt sie im Minus.
 
Morgen, Dreikönigstag, schneit es von den frühen Morgenstunden bis etwa Mittag mäßig, zeitweise vielleicht auch kräftig. Der Nachmittag verläuft dann schon trocken, aber es bleibt bedeckt. Die Temperatur liegt um den Gefrierpunkt.

Am Donnerstag sind anfangs noch viele Restwolken unterwegs, ab dem Vormittag sollte die Sonne aber durchkommen und den Rest des Tages scheinen. Nach -2° am Morgen sind vielleicht knappe Plusgrade möglich.

Am Freitag können vormittags aus Restbewölkung von der Nacht noch ein paar Schneeflocken fallen. Ab Mittag wechseln Sonne und Wolken, die Temperatur bleibt voraussichtlich im Minus.

Sonnig und recht kalt verläuft der Samstag.

Wenden wir uns kurz der Großwetterlage zu. Ein Tief mit Zentrum über Südfrankreich und Norditalien beschert uns die derzeitigen Wetterverhältnisse. Immer wieder ziehen dadurch Störungen, anfangs aus Südosten, später aus Westen auch über Österreich, die aber gerade in unserer Gegend eher schwach ausfallen werden. Aus Norden sickern dazu kältere Luftmassen ein, die die Temperatur auf ein der Jahreszeit entsprechendes Niveau drücken.
Ein Hoch über Skandinavien blockiert das Tief und hält es für die Zeit bis über den 10. Jänner recht ortsstabil.
In der Zwischenzeit kommen jedoch weiter nördlich Entwicklungen in Gang, die unser Wetter in der Zeit danach bestimmen werden. Ab heute setzt nämlich ein "Major Warming" in der Stratosphäre über dem Polarwirbel ein, das zu einer Erwärmung der hohen Luftmassen von ca. 80° führen wird. Dadurch kommt der Polarwirbel ordentlich ins schleudern, und von einem Ausbeulen über einen Split bis zum "Final Warming" liegen die möglichen Konsequenzen. 
Ein Polarwirbelsplit hat uns z.B. 2018 eine sehr kalte Zeit Ende Februar und Anfang März beschert. Aber bei einem Split sind neben der kalten Variante auch sehr warme Verhältnisse möglich. Wenn nämlich aus Norden sehr kalte Luft nach Süden fließt, muss an anderer Stelle warme Luft aus Süden nach Norden strömen. Es ist also die Frage, auf welcher Seite des Teilwirbels wir zu liegen kommen.
Ein "Final Warming" würde das vorzeitige Ende des Winters 2020/2021 bedeuten.
All diese Varianten sind im Bereich des möglichen, wahrscheinlich werden wir erst zu Beginn der nächsten Woche eine relativ gesicherte Prognose für die zweite Jännerhälfte erhalten.

Das Wetter vor 50 Jahren:                     5. Jänner 1971
Temperatur:                                               -16,8° um 7 Uhr; -10,8° um 14 Uhr
Niederschlag:                                             keiner
Wetter:                                                       überwiegend sonnig
Schneelage um 7 Uhr:                               29 cm
See:                                                            geschlossene Eisdecke; 12 - 20 cm schlechtes Eis

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