Donnerstag, 1. März 2018

-20,3°; langsam wird´s wärmer ...

Na, gestern ging es doch deutlich rascher als erwartet. Schon ab 9 Uhr schien die Sonne, ein paar Hochnebelwolken störten nur am Vormittag zeitweise. Da die Sonne doch schon ordentlich Kraft hat, stieg die Temperatur auf -7,5° um 14 Uhr an.
Grantiger Scheibling in der Sonne.
Jetzt in der Früh hat es nach einer klaren Nacht -18,2°. Vor zwei Stunden lag die Temperatur noch bei -20,3°, und damit lagen wir an dritter Stelle der kältesten Messstationen Österreichs. Im Westen und über den Bergen liegt eine dünne, hohe Wolkenschicht, über dem Ort und nach Osten zu ist der Himmel klar.
Auf den Bergen ist es schon deutlich wärmer geworden, da hat es nur noch -12°.
Der See hat eine geschlossene, begehbare Eisdecke.


Das Ende der Kältewelle deutet sich an, im Westen ist´s bereits deutlich wärmer. In Vorarlberg sind da und dort schon zarte Plusgrade unterwegs.
Bei uns scheint heute zeitweise die Sonne, und wir kommen immer mehr in den Grenzbereich zwischen milderer Luft im Westen und dem Rest der Kaltluft im Osten. Daher ist es schwer vorherzusagen, wie sich der Temperaturverlauf entwickeln wird. Wärmer wird´s auch bei uns auf alle Fälle, mit Sonnenschein sind aber noch ein paar Minusgrade auch untertags zu erwarten.


Morgen, Freitag, kann der Morgenfrost noch einmal kräftig ausfallen. Bei einer klaren Nacht sind an die -15° möglich. Untertags scheint zeitweise die Sonne, und die Temperatur wird leicht ins Plus steigen.


Am Samstag gewinnt dann die wärmere Strömung aus Südwest endgültig die Oberhand, es wird überall deutlich milder. Am Morgen ziehen ein paar Störungsreste aus Westen durch, die vielleicht ein wenig Schneefall bringen. Es sind noch zarte Minusgrade zu erwarten, untertags steigt die Temperatur aber deutlich ins Plus. Es wird auch zunehmend sonnig.


Der Sonntag beginnt mit starker Bewölkung, die Sonne sollte sich aber durchsetzen. Da sind auch schon gut 10° möglich.


Rückblick Februar 2018:                         Trüb, trocken, kalt ...


Temperatur: Mit -3,4° war der Februar doch deutlich zu kalt bei einem langjährigen Mittel von -0,6°. Außergewöhnlich war er aber auch nicht; 23 Februar seit 1909 waren noch kälter.
Absturz ab dem 20. Februar.
Unser Vergleichsjahr 1968 war mit 0,5° doch um einiges wärmer (damaliges Mittel: -2,4°(!!)).
Am kältesten war´s 1929 mit -12,2°, am wärmsten 1966 mit 3,7°.
Die tiefste Temperatur wurde gestern um 21 Uhr mit -16,5° verzeichnet. Das ist auch für Ende Februar kein außergewöhnlicher Wert. In 19 der letzten 107 Jahre gab es Temperaturen unter -20° in der letzten Februarwoche.
Mit 5,4° war´s am 1. um 14 Uhr am wärmsten.
Die Tagesdurchschnittstemperatur von -13,1° am 26. und 28. des Monats sind zwar für Februar nicht außergewöhnlich kalt, aber für die letzte Woche sehr wohl. Da war´s nur in 5 Jahren noch kälter.
An 27 Tagen lag die Temperatur zumindest an einem Messtermin im Minus, an 14 waren es alle drei (Mittelwert: 7 Eistage).


Sonne: Mit 27% der theoretisch möglichen Sonnenscheindauer ist auch der Februar als trüb zu bezeichnen. Das zieht sich jetzt schon seit dem November durch. Voriges Jahr lag der Februar bei 48%.


Niederschlag: Mit 49,9 mm fielen weniger als 50% des durchschnittlichen Niederschlags von 116 mm. Auch 1968 war mit 31,4 mm viel zu trocken.
1948 fielen 306,4 mm, 1976 nur 11,2 mm.
Am 01.02. gab´s mit 5,8 mm den meisten Niederschlag in 24 Stunden (viertniedrigster Wert seit 1909).
An überdurchschnittlichen 23 Tagen (davon 17 Tage in Folge vom 11. bis 27.) gab es messbaren Niederschlag (Mittel: 17 Tage) mit extrem unterdurchschnittlichen 2,2 mm pro Niederschlagstag (Mittel: 6,3 mm).


Schnee: Im Februar fielen 39 cm Neuschnee (Mittelwert: 75 cm), die 8 cm vom 14. waren der höchste Tageswert. Am meisten Neuschnee gab´s im Februar 1965 mit 309 cm.
1968 war mit 15 cm ebenfalls deutlich unterdurchschnittlich (Mittel damals: 85 cm).
Mit Ausnahme des 1. gab es jeden Tag eine geschlossene Schneedecke. Die höchste Schneelage betrug 18 cm (Mittel: 54 cm).


See: Der See hat seit dem 19. Februar eine geschlossene Eisdecke. Das ist der späteste Termin des Zufrierens seit Aufzeichnungsbeginn (natürlich mit Ausnahme der beiden Jahre als er gar nicht zufror!).


Morgen gibt´s den Winterrückblick!


Das Wetter vor 50 Jahren:                1. März 1968
Temperatur:                                          -1,8° um 7 Uhr; 1,0° um 14 Uhr
Niederschlag:                                        keiner
Wetter:                                                  zeitweise sonnig
See:                                                       geschlossene Eisdecke

Kommentare:

  1. Hallo Hannes,
    es wäre interessant zu erfahren, wieviel Grade es dieser Tage
    im Grealoch gehabt hat!!!
    LG. K. Maderthaner

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    1. Da muss ich bei Prof. Dorninger nachfragen! Die Daten werden aber erst in ein paar Wochen zur Verfügung stehen, da sie diese erst oben auslesen müssen.
      LG Hannes

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